M3b: Zu wenig, zu spät

05Im wichtigen Spiel gegen den Tabellennachbar HSG Mythen Shooters gelingt Emmen kein Exploit. Somit verabschieden sich die Mannen vom M3b vom Tabellenmittelfeld.
Die Ausgangslage verhiess ein sowohl spannendes wie auch wichtiges Spiel. Es ging schliesslich um die berühmten „4 Punkte“. Beim M3b wäre es auch an der Zeit gewesen, endlich wieder seine top Leistung abzurufen. Zumindest an der Vorbereitung sollte es nicht liegen. Der Gegner aus dem fernen Schwyz ist uns kein Unbekannter; fehlende Infos wurden minutiös zusammengetragen. So wurde die Mannschaft gut eingestellt. Und zumindest auf dem Plakat war alles klar.
Moralisch gerüstet ging es also ans Werk. Die ersten Minuten versprachen ein spannendes und offenes Spiel. Schliesslich gelang es keiner Mannschaft, Oberhand zu gewinnen. Doch bereits zur Hälfte der ersten Halbzeit ereilte Handball Emmen das beinahe schon „übliche“ Loch. Dieses gestattete es dem Gegner, sich ein kleines Polsterchen anzulegen. Nach etwas Reparaturarbeiten unsererseits konnte dieses Polsterchen eingedämmt werden und so ging es mit einem 8:12 in die Pause.

In der Pause die Erkenntnis, dass wir „wieder einmal“ einem Rückstand hinterherzuhinken hatten. Kein Novum, hatten wir doch schon die eine oder andere Partie nach der Pause wieder „umdrehen“ müssen. Der Gameplan war klar; der Wille, umzusetzen da.
Unfähig, das besprochene dann auch aufs Spielfeld zu bringen, kam in den ersten Minuten der zweiten Halbzeit das böse Erwachen. Anstatt aufzuholen, liessen wir die Shooters davonziehen. Ihr Vorsprung erhöhte sich von vier auf 11 Tore und zwang unseren Coach, seinen Coci Fröschli Vorrat anzuzapfen und das frühe Team Timeout zu nehmen. Etwas verzögert fingen wir uns wieder und holten in einer guten Phase bis auf sechs Tore auf. Doch es zeichnete sich früh ab, dass wir nicht würden aufschliessen können. Und dass uns die Schwache Phase nach der Pause das Genick brach. Das Schlussresultat war entsprechend klar: 20:27 für die Gäste aus Goldau oder Brunnen.

Glanzlichter? Gab es durchaus! So z.B. Thomi, der mirakulös einige Schüsse der Shooters fischte. Oder Gerbi, der Kämpferherz bewies und unaufhörlich weiterrackerte. Oder auch Mäsi, der längst vergessen geglaubte Künste ausgrub und Glanzschüsse vom Flügel zeigte.
Aber die wenigen, individuellen Glanzlichter konnten nicht über das offensichtliche Defizit als Mannschaft hinwegtäuschen. Sowohl technisch, wie auch im Zusammenspiel, wie auch moralisch können – ja MÜSSEN – wir uns steigern, soll diese Saison zu einem guten Abschluss kommen.
Wir sind nun zwar da, wo wir nicht sein wollten, nämlich definitiv nicht mehr im „Mittelfeld“ der Tabelle. Doch jetzt gilt es, Charakter zu beweisen. Was wir mit Sicherheit tun werden!

05.12.2017 / Ex-Präsi