M3b: Saisonverlängerung „bewilligt“

Nein, es ist noch nicht Zeit, den Handball in die Ecke zu stellen. Das M3b spielt gegen Ruswil/Wolhusen unentschieden und geht in die Verlängerung.

Anstatt um Tordifferenzen zu zittern, war gegen den Favoriten aus Ruswil, Wolhusen und Umgebung ein Sieg gefordert. Entsprechend gut vorbereitet erschien der Coach, an der Motivation der Spieler sollte es auch nicht mangeln. Das ganze Wissen aus dem Handball in ein paar Zeilen gepresst, Rocky’s Kampf vor dem inneren Auge und die gesetzten Jahrgänger aus Emmen konnten sich den favorisierten Jünglingen stellen. Parallelen zu Rocky 6: ganz zufällig.

Tigerbalsam, Banane und Energy Drink hatten ihren Effekt, das lockere Basket vor dem Spiel auch. Dazu schlief der Gegner ein bisschen und so setzte sich das M3b gleich in Führung. Nachdem wir den Gästen ein paar Tore um die Ohren geschossen hatten, erwachte auch ihr Kampfgeist. Und unser Spiel erlahmte etwas, woraus logischerweise eine Art Gleichgewicht resultierte. Der Unparteiische pfiff äusserst aufmerksam und mindestens so aufmerksam war unser Torhüter Dani, der die Gegner lesen kann, wie kein zweiter. Und wenn der Widersacher zum Schuss ansetzt und noch nicht einmal selber weiss, wohin er den Ball befördern will – Forny ist schon zur Stelle! Ansonsten tat es das Resultat unserem Schwung gleich und pendelte aus. Nach 15 Minuten stand es 5:5 und so ging es weiter. Kurz vor der Pause testeten einiger Emmer noch das mitgebrachte Brecheisen, aber auch das verfehlte die Wirkung. Pausenstand: 11:12.

In der zweiten Hälfte knüpfte Thomi dort an, wo Dani aufgehört hatte und hielt das M3b wacker im Spiel. Durch konzentrierte Spielweise und cleveres Coaching vermochten wir uns sogar etwas abzusetzen und in der 50. Minute flimmerte ein (vermeintlich) beruhigendes 22:18 von der Anzeigetafel. Davon hypnotisiert, nahmen wir etwas „Dampf“ heraus. Und das sollte sich bitter rächen. Der Gegner tastete sich an uns heran und – man staune – holte uns pünktlich zur Schlusssirene ein. In den letzten 28 Sekunden schafften wir dann auch kein Wunder mehr und mussten den T-Shirt-Reissern nördlich des Napfs das eine Pünktchen überlassen. Gern geschehen!

Undefinierbares Johlen beim Gast, hängende Köpfe beim M3b. Und die Katerstimmung, die sich sonst erst am Morgen NACH der Hüttengaudi einstellt – die kam jetzt schon in unsere Garderobe. Etwas unverständlich zwar, denn das (bescheidene) Ziel haben wir erreicht: die Saisonverlängerung und doch noch eine Chance auf den Ligaerhalt.
Dieses Unterfangen verknüpfen wir mit dem interregionalen Austausch über Kultur- und Sprachgrenzen hinweg. Den ersten von zwei Matchbällen spielen wir gegen Frauenfeld Youngsters (was, schon wieder Jungspunde???), dann geht’s gegen HBC Etoy (wo ist DAS denn???).

 

Auf in den Kampf!!!

16.04.2018 / Ex-Präsi