M3b: Saisonabschluss in der Romandie

Nein, kein Mannschaftsausflug; das M3b beschliesst seine Saison mit einem Spiel gegen HBC Etoy (VD).

Am Sonntag in die Westschweiz reisen für ein Spiel, bei dem es um  nichts mehr geht? Kein Problem für das M3b, das an diesem Tag sowieso nichts anderes vor hatte. Augen hinter die Sonnenbrille, damit man nicht sieht, wie anstrengend die Nacht war, ein paar Gipfeli und Kaffee bei (und leider nicht VON) unserem Sponsor und los geht’s auf die Überfahrt. Ein bisschen einsingen, fachsimpeln und sich aufs Spiel einstimmen, Studenten in Bern aufgabeln und Familienväter direkt in St. Prex treffen und schon sind wir im Wettkampf-Modus.

Die  brandneue Halle empfängt uns nüchtern, die Ansage fürs Spiel ist es auch. Es geht um nichts, ausser um die Ehre. Unser Fantross (3.5 Fans) erlebt das M3b von seiner konzentrierten Seite. Kaum ist die Partie gestartet, ist sie für unseren Torhüter Michel auch wieder vorbei. Eine Minute zwanzig gespielt und ab in den Notfall in Lausanne. Zum Glück ist mit Kusi ein weiterer Verletzter da, der ihn mit viel Spital-Erfahrung durch das Prozedere führt.
Handball? Klar! Ein nicht unübliches Bild; das M3b spielt gut, geht in Führung. Ist sich aber gleichzeitig der ärgste Gegner. Fehlschüsse, Pässe ins Nirgends und das Hadern mit dem Schicksal stehen uns im Weg. Diese Hürden versucht der Trainer zur Seite zu räumen während dem Time Out des Gegners in der 25. Minute und beim Stand von 8:10. Gelingt hervorragend, zur Pause steht es 10:10; seit dem Time Out hat Etoy kein einziges Tor geschossen.

In der zweiten Hälfte ein ähnliches Bild. Zwei Trümpfe halten uns im Spiel: Thomi im Tor (hervorragend) und Zügi im Angriff (etwas weniger konstant, aber nicht minder wichtig). Derweil spielt das M3b die ganze Bandbreite des Handballs: von Top bis Flop ist alles zu sehen. In der 54. Minute steht es 17:17. Wir gehen danach zwar in Führung, lassen uns aber auf der Ziellinie abfangen. Der Gegner bleibt hartnäckig und erzielt 20 Sekunden vor Schluss den Führungstreffer. Die Zeit reicht nicht mehr aus und so wird aus dem Führungs- der Siegestreffer zum 19:20.

Das war sie also, unsere Saison. Mit einer knappen Niederlage und dem Ligaerhalt das Ziel auf nicht-elegante Art und Weise erreicht. Das letzte Spiel – ein Abbild der ganzen Saison.

Das Highlight des Spiels folgt eigentlich NACH dem Spiel. HBC Etoy begeistert mit einer beispiellosen Herzlichkeit und Gastfreundschaft. Es gibt feinen Salami, ausgezeichneten Wein aus der Region und Bier aus der Romandie. Danach angeregte Gespräche mit sympathischen Sportsfreunden und charmanten Damen, bereichert durch selbstgemachte Pasta.
Liebe Handballerinnen und Handballer des HBC Etoy, es war uns eine echte Freude, Euch kennenzulernen! Gerne sagen wir DANKE für den Empfang bei Euch, auch wenn wir lieber gewonnen hätten! 🙂 Wir freuen uns auf ein Wiedersehen!

Pünktlich zur Rückfahrt erscheint auch Michel wieder, „kavestiert“ um einen eingegipsten Daumen. Die Rückfahrt fängt mit der Suche nach Flüssigem an (gibt es im Welschland an den Tankstellen eben NICHT) und führt uns mitten in den Stau. Damit es „erträglicher“ wird, erfreuen uns Gesänge, irgendwo zwischen „Wolfsgeheul“ und „Kastrationsschmerz“. Danke, liebe Sänger…

So. Genug ist genug. Auch das M3b verabschiedet sich von dieser Bühne und freut sich auf ein paar Wochen ohne Handball. Danke an alle, die uns begleitet haben!

10.05.2018 / Ex-Präsi