M3b: Keine Überraschung bei Seetal

Im Kampf David gegen Goliath gibt es keine Wunder. Das M3b verliert 22:31 und muss weiterhin um den Ligaerhalt kämpfen.

Zwischen Handball Seetal und Emmen liegen Welten. Zumindest, was den Trainingsaufwand und die Ambitionen angeht. Während die Seetaler unangefochten an der Spitze der Tabelle liegen, kämpft das M3b um jeden einzelnen Punkt, will es in der 3. Liga verbleiben. Nicht grösser könnte auch der Unterschied im Trainingsaufwand sein. Will man den Gerüchten glauben, so sind bei Handball Seetal drei bis vier Trainings pro Woche angesagt. Beim M3b begnügt man sich mit einem. Man könnte also erwarten, dass dieses Spiel von der ersten Minute an eine klare Machtdemonstration werden würde.

Weit gefehlt!
Das M3b stieg konzentriert in die Partie ein und vermochte Goliath die Stirn zu bieten. Nach der Score-Eröffnung durch Fäbu (!) legten die Emmer immer wieder vor und führten sogar mit drei Toren. Bis zur 20. Spielminute bewegten wir uns also auf Augenhöhe mit dem Leader. Erst in der 25. Minute führte die Heimmannschaft zum ersten Mal. Bis zur Pause erarbeiteten sich die Seetaler dann aber einen Drei-Tore-Vorsprung.

Die Eröffnung der zweiten Halbzeit machte uns noch Mut. Nach einem 7-Meter-Wurf verkürzten wir auf 13:15 und das Verteidigungssystem, das gegen Willisau so gut klappte, sollte auch hier einen Sieg einbringen. Doch dann entwickelte sich die Partie nicht wie gewünscht. Immer wieder verfehlten wir das Tor und jeder Fehler im Angriff gab den Seetalern die Chance auf einfache Tore. Immer mehr gerieten wir in Zugzwang, wollten wir die Partie noch drehen. Und der Zugzwang ist kein guter Kollege. Er bewirkt verfrühte Abschlüsse, Fehler im Angriff, ein (zu) hohes Tempo und somit eine schlechte Ausbeute. Einmal in dieser Spirale gefangen, schafften wir es nicht, abgebrüht und geduldig aufzutreten und es kam, wie es die meisten wohl erwartet haben – Seetal gewann mit 22:31. Auch wenn das Resultat nicht ganz den Kräfteverhältnissen entspricht, der Sieg des Favoriten geht absolut in Ordnung.

Es liegt nun an uns, in den kommenden Spielen so aufzutreten, wie wir es können – wenn wir nur konzentriert sind. Dann kommt alles gut!

15.03.2018 / Ex-Präsi