M3b: Eine Sensation…?

Na ja… das nicht gerade. Aber… irgendwie schon!
Nach x Partien ohne Zählbares gelingt dem M3b ein Exploit auswärts in Malters.

Angefangen hat diese Partie in den Garderobengängen. Wo uns die Nachricht erreicht hat, dass unser M3a ein Unentschieden in Hasle geholt hat. Moment… in Hasle…? Ein Untentschieden???
Nach der Verarbeitung dieser schlechten Nachricht (manche taten dies auf dem Stillen Örtchen; Details wollt Ihr nicht wissen!), ging es auch für uns in den Ernstkampf. Unser Trainer hielt eine einstudierte Kabinenansprache, dessen Inhalt er minutiös zusammengestellt und schon Tage im Voraus einstudiert hat. Unterstützt von der makellos funktionierenden Technik hörten wir uns an, was Al Pacino dazu zu sagen hat und stellten uns vor, was zu tun sei. Einzig auf den 120 cm grossen Zivi, der aus der zweiten Reihe schiessen sollte – auf den mussten wir noch einen Moment warten.

Zum Start präsentierte Emmen eine aufsässige, schonungslose Abwehr und einen Angriff, der die Prädikate „schnell“ und „konzentriert“ verdiente. Erst nach 6 Minuten gelang den Gastgebern aus der Nachbarschaft der erste Treffer zum 4:1. Nachdem wir auch in der Folge nicht nachliessen, musste der gegnerische Trainer ein Time Out nehmen. In der 17. Spielminute führten wir da mit 11:6. Unser Coach war seinerseits nicht zufrieden mit dem Schussbild. Wobei – so lange man die Tore machte, konnte er in diesem Bereich durchaus nachsichtig sein. In der 25. Minute war das M3b in Gefahr, seinen Rhythmus gebrochen zu bekommen durch eine 2-Minuten-Strafe. Doch anstatt bloss den Schaden zu minimieren, vergrösserten wir den abstand zu Malters und erhöhten von 14:9 auf ein vorerst komfortables 16:9. Zur Pause holte der Gastgeber noch ein bisschen auf und so ging es mit einem 16:10 in die Kurz-Regeneration.

Wundermittel waren nun nicht gefragt. Unser Trainer feilte an den Details, wie z.B. an der Absprache in der Verteidigung oder an unserer Abgeklärtheit.
Zu Beginn der zweiten Halbzeit erwischten wir zunächst ein Tor zum 16:11. Danach erwischte eine Ramm-Maschine Büsche, der in einer unnötigen Aktion mit dem Kopf voran in den Hallenboden gestampft wurde. Doch mit einem Cold Pack auf seinem Nacken und genauso kaltblütiger Reaktion der Mannschaft hielt das M3b dagegen. Nach fünf Minuten der zweiten Halbzeit war es offensichtlich: der Gastgeber hatte sich entschlossen, sein Heil im Tempospiel zu suchen und so eine drohende Niederlage abzuwenden. Auch spielte er vermehrt über den Kreis, nachdem unsere Verteidigung etwas offensiv stand und nun nicht immer schnell genug die Reihen schliessen konnte. Generell muss man sagen, dass Malters wesentlich weniger Aufwand betreiben musste, um seine Tore zu schiessen, als das M3b. Dort, wo wir uns über Minuten abmühten, schaffte es die Heimmannschaft, innert Sekunden den Ball nach Vorne zu tragen und erfolgreich abzuschliessen. Emmens Beharrlichkeit und Kampfgeist zahlten sich aber aus und so stand es nach 45 Minuten bereits 23:16. Eine Schwächephase überwand unser Coach mit seinem Time Out und ermahnte uns beim Stand von 25:20 dazu, im Angriff Ruhe und Systematik walten zu lassen. In der Schlussphase der Partie legte Malters noch etwas nach, schaffte es aber nicht, den zu Beginn der Partie eingehandelten Rückstand wieder aufzuholen. Schlussstand: 27:23 für Emmen. Die lang ersehnten Punkte haben den Weg auf unser Konto gefunden!

Der Rest ist (alte) Routine: zu den Klängen von Gianna gab es Kühles und Blondes; für andere gab es beruhigenden Qualm in der Kälte und für alle gelöste Stimmung in der Garderobe.

Das M3b hat nicht unbedingt besser gespielt als bisher. Doch diesmal hat es endlich gereicht, um einerseits das Glück und andererseits zwei Punkte auf unsere Seite zu zwingen. Das reduzierte Kader bewies seine Stärke im Kollektiv und während der eine oder andere die Bank bis zur Weissglut wärmte, bewiesen andere ihre Stärke auf dem Feld. Alles in allem eine reife Leistung, die nicht zuletzt dem Coach den Gotthard vom Herzen fallen liess. Lasst uns darauf aufbauen und den positiven Trend fortsetzen!

28.01.2018 / Ex-Präsi