M3b: Eine Runde weiter im Regio Cup

Gegen das M4 der HSG Mythen Shooters war eine eindeutige Leistungssteigerung verlangt, wollte man gefahrlos weiterkommen im Regio Cup. Mit 40:23 fiel der Sieg etwas klarer aus, als erwartet.

Keine technischen Raffinessen und keine wundersamen Aktionen verlangte der Trainer letzten Sonntag im verschneiten Goldau. Bloss einfachen, soliden Handball. Und vor allem eines – Konzentration. Und das von der ersten Minute an.

Dem Einpassen nach beurteilt, liess sich die Konzentration aber Zeit. Sie blieb noch etwas länger in der Kabine und machte, was auch immer sie so macht. Vermutlich einfach da sitzen. Oder sich „Brenn-Paste“ als chemisches Einlaufen einschmieren?
Nachdem wir verhalten ins Spiel gestartet waren und die ersten drei Hochkaräter versiebten, schwante den Emmer Zuschauern schon Böses.
Doch dann kam sie endlich auch noch aufs Feld, die Konzentration. In der Folge nahm unser Spiel ansprechendere Formen an. Chrigu setzte seinen Energieanfall erfolgreich um und sprintete, was das Zeug hält, verwertete immer wieder schön herausgespielte Chancen. Auch André zeigte vollen Einsatz bei der Balleroberung, sprang aufopfernd dem Runden hinterher, klatschte genau dort auf, wo der Ball sein sollte – wo er aber bereits vor gefühlten fünf Sekunden vorbeikullerte. Irgendwie schien alles ZU GUT zu laufen, die Kräfteverhältnisse waren klar und so verabschiedete sich die Konzentration wieder. Sie liess sich auswechseln und machte dem Clown Platz. Und der Clown – omnipräsent, sowohl auf dem Spielfeld wie auch auf der Bank – der führte dazu, dass der Trainer ein erstes Time Out nehmen musste. Wenn der Spassfaktor zu Überheblichkeit und mangelnder Konzentration führt, sind klare Worte gefordert.
Etwas nüchterner spielten wir die Hälfte zu Ende und gingen mit einem 19:11 in die Pause.

Diese verbrachten wir dann stehend in der Ecke des Spielfeldes. Bemüht, die Spannung nicht zusammenfallen zu lassen. Mit angedrohten Linienspurts startet es sich denn auch leichter wieder in die zweite Halbzeit. Die ein positiv-einseitiges Bild bot, ganz zur Freude der mitgereisten Emmer Fans. Während unsere Tormaschine unaufhörlich weiter produzierte, gründete sich Forny einen Goldauer Fanclub. Seine Fairness (zugegebenes Tor, das der souverän auftretende Unparteiische nicht sah) bescherte ihm jedenfalls kollektiven Shooter-Applaus. Adi zeigte sich verlässlich vom Flügel und liess immer wieder den satten, bekannten Posten-Tor-Sound erklingen. Und Zügi spielte sich regelrecht in einen Rausch und verwertete (fast) alles, was ihm in die Hände kam. Coci-Frosch-Durchschnitt hinuntergedrückt, Partie zu Ende gespielt.
Schlussresultat: ein undiskutables 40:23 und somit bekommen wir die Chance, uns für das Final Four in der heimischen Handball Arena Rossmoos zu qualifizieren. Zuerst müssen wir aber noch die Konzentration aufs Matchblatt bekommen und die Trainingspräsenz füttern.

28.11.2017 / Ex-Präsi