M3b: Cup-Schreck?

Cup-Schreck oder „Cup-Schnegg“, das ist hier die Frage!
Im Spiel gegen den Zweitligisten aus Malters zeigt sich das M3b zwar von der guten Seite, verliert aber trotzdem eindeutig mit 19:36.

Während die Unerschrockenen sich in der Garderobe besammelten, war des Trainers grösste Frage: „Woher nehme ich bloss einen weiteren Aufbauer her?“ Denn ein Schlüsselspieler musste sich der Grippe beugen und strich die Segel. Dass es auch nur Angst sein könnte – scheint unwahrscheinlich. Denn das M3b hatte zuvor ein super Training hingelegt, konzentriert und fokussiert bis in die Zehenspitzen, hatte aufmerksam des Trainers Anweisungen umgesetzt und entschlossen geübt, sich in der Verteidigung gut abgesprochen.
Schön wär’s!

Zuerst also ein paar Nettigkeiten austauschen mit dem Gast aus Malters (man kennt sich ja schliesslich) und dann ab aufs Feld. Wo wir mit DER Verteidigung anfingen, die wir selbst gewählt haben. Wo ist bloss das Protokoll dieser Wahl?
Malters liess sich auf keine dünnen Äste hinaus und übernahm gleich das Spieldiktat. Nach 15 Minuten stand es bereits 4:10 und die zahlreichen Handballexperten unter den Zuschauern konzentrierten sich trotzdem aufs Spiel. Denn was der HC Malters bot, glich phasenweise einer Show. Emmen agierte mit zu viel Respekt und zu wenig Druck und es schien der richtige Pfeil im Köcher zu fehlen, um Malters‘ Verteidigung nachhaltig zu knacken. Natürlich hatten auch wir unsere Trümpfe, so z.B. „Jo-Aktivposten-el“. Natürlich brachten auch wir gute Angriffe zustande. Aber das berühmte Tüpfchen auf dem „i“ fehlte halt. Nachdem Malters etwas Gas wegnahm, stand es zur Pause 11:15.

Da sich die Gäste teilweise mit hörbarem Unmut über ihr eigenes Coaching äusserten und extrem lange in der Garderobe blieben, glaubten wir, ihre Verunsicherung zu spüren und schöpften Hoffnung. Eine Zweiminuten-Strafe gegen Malters kurbelte das gute Gefühl ebenfalls an. Doch die Hoffnung war von kurzer Dauer. Unsere Fehler im Angriff rächten sich mit schnellen Gegentoren und nach 37 Spielminuten stand es schon 13:20. Dass auch wir gepflegten Handball spielen können, zeigten wir zwar auch. Und dass wir nicht aufgeben, ebenfalls. Trotzdem hatte man das Gefühl, dass Malters mühelos den Abstand zu uns vergrösserte. Nach 50 Minuten stand es 17:30. Und trotz der Tatsache, dass z.B. Misch, Gerbi und Joel ihr Können aufblitzen liessen, mussten wir uns schliesslich mit 19:36 geschlagen geben.

Malters entpuppte sich als nicht nur heimlicher, sondern auch offensichtlicher Favorit. Der Zweitligist war uns körperlich und spielerisch überlegen. Zu schnell und zu wendig für unsere Abwehr, hatten wir kein Mittel gegen die temporeich und kraftvoll vorgetragenen Gegenstösse. Und im Angriff scheuten wir uns, richtig Druck zu machen und stellten somit kein echtes Problem dar für unseren Gegner. Und eine Spur zu viel Nettigkeit gegenüber dem Mitkonkurrenten machte unsere Aufgabe auch nicht einfacher. Klare Sache, also.

Aber gleichzeitig auch eine gute Vorstellung, wenn es um die Meisterschaft geht. Ballast „Cup“ abgeworfen, nun voller Fokus auf die Punktejagd im Kampf gegen den Abstieg. Wenn wir so weiterspielen, dann kommt’s gut!
Zuvor aber konzentrieren wir uns auf die Fasnacht und tanken (nein, nicht Kafi Zwätschge, sondern -) Kraft und Kampfgeist für die kommenden Spiele. Hopp Ämme!

06.02.2018 / Ex-Präsi