M3b: Bruderduell gegen das M3a – zwei Punkte bleiben immerhin in Emmen

Das M3a braucht zwei Punkte, um wenigstens rechnerisch die Chance auf einen Aufstieg zu wahren. Das M3b braucht zwei Punkte, um endlich Früchte einzusammeln aus zuletzt guten Lesitungen. Ein moralisches Dilemma, also. Das allerdings gar keines war. Und von dem vor allem nichts zu spüren war. Denn das M3b war gewillt, mit vollem Einsatz die beiden Punkte für sich zu beanspruchen.

Nachdem wir uns in der Garderobe gesammelt haben, letzte taktische Anweisungen entgegennahmen und die neue Spielauslösung „Döreschnuufe“ ausgiebig besprochen haben, ging es ans Werk. Gleich zu Beginn der Partie wurde klar: die beiden Emmer Mannschaften schenkten einander nichts. Ein ausgeglichenes, körperbetontes Spiel, mit leichten Vorteilen für das M3a. In 12 Minuten fielen gerade mal vier Tore. Das M3a legte immer wieder ein Tor vor, vermochte sich aber nicht abzusetzen und musste schliesslich sogar den Führungstreffer des M3b zum 4:3 hinnehmen. Ganz überrascht war das M3a auch von unserer taktischen Variante „Langsam zurück“. Wenn man genügend langsam in die Verteidigung wechselt, hält man Dich nämlich für einen eigenen Spieler und – passt Dir den Ball zu. Gute Variante – erfolgreiche Balleroberung!
Pünktlich zum ersten Viertel des Spiels nahm der Trainer des M3a sein Time Out, doch ein sichtbares Resultat blieb aus. Das M3a liess vor allem sein (einziges?) As stechen, während wir Mühe hatten, genau diesem As die Flügel zu stutzen. Das Spiel des M3a also etwas variantenlos, doch sehr effizient. Das folgerichtige Resultat zur Pause – 8:8.

Es würde nun entscheidend sein, welche Mannschaft die Leistungsspannung in der Pause aufrecht erhalten und sich taktisch besser auf den Gegner einstellen kann. Auch hier waren jedoch keine Unterschiede zu sehen und so ging das Spiel ausgeglichen weiter. In der 42. Minute gelang es dem M3a erstmals, mit zwei Toren vorzulegen. Was man als „kleine Entscheidung“ bezeichnen muss. Denn die physische Überlegenheit des Favoriten zahlte sich nun (endlich) langsam aus. Das M3b wurde etwas unkonzentrierter, was sich in Fehlpässen und schwachen Abschlüssen manifestierte. Und das M3a spielte sein Spiel konstant weiter und schlug daraus Kapital. Zu Anfang wurden unsere Verteidigungsfehler noch bravourös von Dani ausgebügelt. Doch eine Zweiminutenstrafe bescherte dem M3a zuerst eine fünf-, dann sogar eine sechs-Tore Führung. Beim M3b war die Luft nun etwas draussen und in der 25. Spielminute war das Spiel dann wohl definitiv entschieden, zumal das M3b kein As mehr aus dem Ärmel zaubern konnte. Schlussstand – 19:25.

Auch in diesem Spiel zeigte das M3b eine reife, vor allem mannschaftstechnisch gute Leistung. Aber mit einem Training in der Woche stossen wir an physische Grenzen. Gegen Ende der Partie immer wieder einen Tick zu spät, etwas ungenau im Abschluss und mit unnötigen technischen Fehlern im Angriff agierend, wird es schwer, gegen einen konstant gut spielenden Gegner zu gewinnen. Wiederum gut gespielt, wiederum keine Punkte erzielt. Das hatten wir doch schon mal?
Keine Sorge: wenn das M3b das gute Leistungsniveau beibehalten kann, werden bald auch wieder Punkte auf unser Konto kullern.
18.01.2018 / Ex-Präsi