M3b: (Beinahe) Chancenlos im Derby

Die Ausgangslage tabellenmässig mit verkehrten Vorzeichen, doch das M3a stellt alles wieder richtig und bezwingt den hausinternen Herausforderer mit 16:28 klar.

Von Freundschaft und Kumpeln war an diesem Freitag Abend nichts zu sehen. Während das M3b noch wie gewohnt aus der Garderobe kommt, sieht das beim M3a etwas anders aus. In einem Zustand irgendwo zwischen motiviert/fokussiert und verbissen/verkrampft präsentiert sich unser Leistungs-Zwilling dem Publikum. Kein Wunder, denn der Start in die Saison ist ihm nicht besonders gut gelungen. Da musste man geradezu Punkte holen beim vereinsinternen Gegner. Umso mehr, als dort all die Spieler Platz gefunden haben, welche den unerbittlichen Leistungsschnitt beim M3a nicht geschafft haben.

Der Start in die Partie dann so, wie immer: wir leisten uns zwei technische Fehler und kassieren zwei schnelle, einfache Tore. Derweil macht die Bank des M3a bereits Stimmung und zeigt den Willen, dieses Spiel schnell zu entscheiden. Doch da machen wir natürlich nicht mit und ab dem dritten Anlauf klappt es auch bei uns mit dem Tore schiessen. Die recht offensive Spielanlage des M3a stellt uns jedoch vor ein paar Probleme, weshalb schon in der 15. Spielminute das Time Out bemüht wird. Die Taktik wird nochmal besprochen und mit guten Vorsätzen nehmen wir den Kampf wieder auf. Dass es nicht immer brachial sein muss, zeigt sich spätestens bei der Ballett-Einlage von Kevin, der den Ball hoch in der Luft pflückt (inklusive Pirouette) und so gekonnt einen Gegenstoss verhindert. Das M3a erarbeitet sich jedoch das „Momentum“ und hin und wieder schickt einer unserer Spieler einen ratlosen Blick zur Bank. Ein Aufbäumen von uns, kein Aufgeben und zur Pause steht es 7:9.

Die zweite Halbzeit fängt – man kann es nicht anders sagen – ganz schlecht an. Das M3a hat sich bestens auf uns eingestellt. Und ohne all unseren Gegnern nun das Zaubermittel zu verraten: wir schaffen es nicht, ein Gegenmittel zu finden. Der Blick zur Statistik zeigt es klar: 25 technische Fehler sind einfach zu viel. Und kein einziger in unseren Reihen, der NICHT einen technischen Fehler auf seinem Konto hat. Ausser der Coach, vielleicht…
Es gibt aber durchaus auch Lichtblicke: So zum Beispiel unsere Nr. 82, Torhüter Forny. Der so ziemlich alles hält, was in seine Richtung kommt. Es tut gut, einen Chancenkiller bei uns zu haben!
Die Geschichte des Spiels ist trotzdem schnell erzählt. Nach 13 Minuten der zweiten Halbzeit hat das M3a bereits wieder 9 Tore geschossen – wir gerade mal eines. Das Spiel bereits so gut wie gelaufen, wird es danach ein bisschen besser, aber zu wenig, um noch was zu verändern. Schlussstand: 16:28.

EINE kleine Genugtuung haben wir noch: das Spiel zwar verloren, in der Tabelle aber immer noch voraus. Ein kleines, schelmisches Lächeln muss da einfach gestattet sein…

17.09.2018 / Ex-Präsi