F3 – Zum Schluss doch noch der Saison würdig

Es ist ja meistens so: Der Vorsatz, keine Kehraus-Stimmung auf dem Feld aufkommen zu lassen, verhält sich umgekehrt proportional mit der Realität danach: Es herrscht dann nämlich umso mehr Kehraus-Stimmung. Diese Regel bestätigte sich auch am letzten F3-Spieltag: eigentlich gut geölt angetreten, verstärkt mit motivierten Juniorinnen, und ein Gegner, den man im Hinspiel gut im Griff hatte (30:9-Sieg). Bis zur Pause führte man dann aber gerade mal mit einem Törli und zwölf Minuten vor Schluss stand es 14:12. Das setzte ein Donnerwetter vom Trainer. Dessen Ernsthaftigkeit zeigte sich insbesondere darin, dass er es nicht mehr angebracht fand, sich dafür mit einer Gummi-Schlange zu dekorieren.

Immerhin: Zum Schluss konnte man doch noch von einem würdigen Ende sprechen. Janine bewies nochmal, dass sie diese Mannschaft unermüdlich antreibt. Carina verwertete eiskalt. Und die Schreiberline genoss ihre letzten zehn Handball-Minuten und durfte dabei gleich viermal die Lorbeeren, sprich Tore, ernten, die andere mustergültig vorbereitet hatten. So resultierte doch noch ein klarer Schlusstand: 22:15.

Nichtsdestotrotz: Wir haben uns souverän den Meistertitel geholt und mussten nur zweimal als Verliererinnen vom Feld (einmal Liga, einmal Cup). Nach einer schwierigen Abstiegssaison war Handball in dieser Spielzeit wieder Spass, Spielfreude, gute Stimmung. Schwierige Trainer- und Trainings-Situationen haben wir zusammen durchgestanden (danke Tanja, Steff, Gerbi – und Beni!). Wir durften Rückkehrerinnen begrüssen (Tschu, Steffi), mussten gleichzeitig (aus schönen Gründen) Ramona, Lisa, Astrid und Sonja vorzeitig verabschieden. Juniorinnen haben uns immer und immer wieder unterstützt und waren weit mehr als Lückenbüsser.

Noch einmal durften wir am Samstag eine gute Stimmung im Rossmoos geniessen, mit Speaker, viel Unterstützung von den Rängen sowie Meister- und Abschiedszeremonie. Der schöne Frühsommerabend liess uns nach dem Spiel lange sitzen, reden, essen, trinken natürlich auch. Doch noch ein würdiger Abschied von unserer Saison, von einer langen Ära, und für einige (mindestens temporär) auch vom Handball.