F3 – Mit der Zukunft im Team den Meistertitel gesichert

MEISTER! Seit Samstag und dem deutlichen Sieg gegen Hochdorf (33:18) steht fest, dass wir uns den Meisterpokal holen. Ob’s wirklich einen Pokal gibt? Kaum. Aber niemand wird uns in den verbleibenden Spielrunden mehr vom Thron stossen, sofern die Gesetze der Mathematik in der Zeit dieselben bleiben – davon gehen wir aus! Gegen Hochdorf wurde deutlich, weshalb uns bisher kaum ein Ligakonkurrent das Wasser reichen konnte: Tempo, aggressive Verteidigung, Ballsicherheit und eine gut geölte Tormaschinerie. Unsere offensive Verteidigung stellte die Gäste – die uns auch schon sehr viel Mühe bereiteten in den bisherigen Saisonduellen – immer wieder vor die Situation, dass kaum Anspielstationen vorhanden waren. So holten wir uns viele Bälle, die wir mittels Gegenstössen und folgenden schnellen Angriffswellen in Tore ummünzten. Nur elf Fehlschüsse insgesamt verdeutlichen, dass wir auch im Abschluss keine Schwächen zeigten. Schon in den ersten Minuten distanzierten wir Hochdorf auf der Resultatetafel deutlich, souverän spielten wir weiter und liessen nie Zweifel aufkommen, wer das Spiel gewinnt. Pausenresultat 18:9, Schlussresultat 33:18.

Womit wir unsere Liga-Gspändli und ein bitzeli auch uns selber überraschten, ist das «Stärndli», dass da seit zwei Wochen hinter unserem Namen in der Tabelle steht. Es bedeutet: Wir werden die Aufstiegsspiele nicht bestreiten. Falls ihr also einer F3-Spielerin begegnet, und sie mag trotz Meistertitel nicht so unbeschwert sich freuen, dann liegt das wohl daran, dass ihr Herz blutet. Denn eigentlich war ja genau dies unser Saisonziel: Wiederaufstieg. Aber: Tonnenschweren Herzens müssen wir einsehen, dass es keinen Sinn macht, aufzusteigen, um dann eine Liga höher nicht über ein konkurrenzfähiges Kader, das regelmässig und mit genügender Anzahl Spielerinnen trainiert, zu verfügen. Ja, wir werden älter (bzw. sind schon alt!). Sind familiär, beruflich, schulisch und/oder sonstig freiwillig engagiert. Für zu wenige hat Handball die nötige Priorität, damit wir in der zweiten Liga so mitspielen könnten, dass wir nicht gleich wieder absteigen würden.

Zum Glück hatten wir am Samstag – wie auch sonst schon mehrfach diese Saison – unsere Zukunft mit auf dem Feld! Und wie diese Zukunft auf dem Feld präsent war: Sie nahm das Zepter in die Hand und steuerte gleich zehn Tore zum Sieg bei! Alleine Alisha schoss bei ihrem Debüt bei den Aktiven deren fünf. Unsere drei FU18-Küken gingen furchtlos Richtung Tor, schlossen eiskalt ab und zeigten uns bezüglich Tempo gleich mal den Meister. Vielleicht blutet unser Herz, ja. Aber es hüpft auch vor Freude, wenn wir unserem FU18-Nachwuchs zuschauen. Und so werden wir denn Ende Saison das Zepter weitergeben an die nächste Generation von Emmer Handballerinnen.

Zurück in die Gegenwart – denn noch ist die Saison nicht zu Ende. Und das Highlight steht noch an! Wir empfangen als «Davidinnen» nächsten Samstag die beste regionale Konkurrenz zum Cup-Final-Four. Unser Herz wird dann nicht hüpfen oder bluten, sondern beschleunigt klopfen: Mal schauen, ob wir es schaffen, den Zweitligisten Stans im Halbfinale zu fordern… Wahrscheinlich gänge das etwas «ringer» mit eurer Unterstützung! Also, nicht verpassen: Samstag, 17. März, 13.30 Uhr, Rossmosshalle!