F3 – Erste Saisonniederlage: Der Motor hat nur gestottert

Kalt geduscht. Nein, nicht in der Garderobe des BBZ Goldau, sondern in der Halle selber. So etwa könnte man die Emmer Stimmungslage in der Pause des 3.-Liga-Spitzenspiels gegen die Mythen-Shooters beschreiben. Eine satte 20-Tore-Packung (ja, 20 Tore!) hatten die druckvollen und gnadenlosen Gastgeberinnen dem bisher ungeschlagenen Leader vermacht. In nur dreissig Minuten. Auf der Seite der Gäste war die Zahl auf der Resultatetafel dagegen nicht mal zweistellig. Während die Shooters sich ihrem Namen also würdig erwiesen, produzierten die Emmerinnen in der Offensive reihenweise Fehler und schlechte Abschlüsse. Die durch schnelle Konter abgestraft wurden – was nicht verwundert, denn das Zurücklaufen war keine Emmer Stärke an diesem Sonntag. Die Verteidigung verdiente eine solche Bezeichnung kaum, das bisschen Rumstehen reicht eben gegen spielfreudige und kräftige Gegnerinnen nicht. Vielleicht fiel die eine oder andere Schiedsrichter-Entscheidung nicht zu unseren Gunsten aus. Aber wer mit zwölf Toren Rückstand in die Pause geht, sollte zuerst vor der eigenen Türe kehren. Oder sich auch einfach daran trösten, dass man des Gegners Spiel des Lebens oder mindestens «bestes Spiel der Saison» (siehe Shooters-Matchbericht) wahrlich «hautnah» miterleben durfte.

So, fertig gejammert. Das dachte sich in der Pause auch Trainer Gerbi, schüttelte einmal die Taktik-Wundertüte kräftig durch und zauberte die Strategie hervor, welche wenn nicht die zwei Punkte, so doch mindestens unsere Ehre retten sollte: Angriffsspiel mit drei Kreisen. Schon mal gespielt? Nicht? Wir auch nicht. Aber es klappte gar nicht mal so übel. Auch kein Wunder, standen doch immerhin fünf (polyvalent einsetzbare) Kreisspielerinnen im Aufgebot. Der Match war auch in Hälfte zwei ein munteres Hin und Her, die Zuschauerinnen und Zuschauer renkten sich die Köpfe von links nach rechts und zurück im Rhythmus eines Tennis-Matches, während die Spielerinnen auf dem Feld Halbmarathon-Potenzial andeuteten (so fühlte es sich für unsere mittelprächtige Kondition mindestens an). Wenigstens lohnte sich die Herumrennerei für die Emmerinnen in Hälfte zwei: Man «gewann» das Schützenfest der zweiten 30 Minuten mit 17:13. Wobei natürlich zu erwähnen ist, dass die Shooters nie in Gefahr gerieten, den sicheren Sieg noch aus den Händen zu geben. Schlussresultat: 33:25.

Wir danken Débi, Tiffany und Carina vom FU18 für die Unterstützung. Wir gratulieren den Shooters zur überzeugenden Leistung und wünschen viel Erfolg an den Aufstiegsspielen (vielleicht auch ein bisschen deshalb, weil wir nächste Saison nicht mehr gegen euch antreten möchten! ;-D). Wir freuen uns, dass wir in zwei Wochen uns mit einem besseren Spiel von der Saison 2017/18 verabschieden dürfen. Dann wollen wir uns nochmals dem Tabellenthron und Meistertitel würdig erweisen.

Und am Schluss wissen wir vor allem: Genauso wie ein Diesel-Auto nicht mit Benzin läuft und umgekehrt, genauso läuft halt unser auf Wein abgestimmter Motor nicht mit Benzin. Ein kurzer Fehlgriff, fatale Auswirkungen.