F2 – Vom unsanften Ende einer kleinen Herrlichkeit
Verdient verloren und zurück auf dem Boden der Realität: Das Frauenzwei kassiert in Stans eine empfindliche 22:14-Niederlage.
Zu nicht eben gewohnter Spielzeit (Sonntag, 20.00 Uhr) führte die Reise an diesem Abend nach Stans. Stans hatte man in der Vorrunde zweimal geschlagen, mit vier bzw. zwei Toren Vorsprung. Stans war der letzte verbliebene Konkurrent um den Meistertitel. Stans bedeutete eine grosse Herausforderung. Fünf Monate und neun Tage war man bis zu diesem Tag ungeschlagen geblieben. Diese Serie sollte an diesem Abend keine Verlängerung finden.
Man weiss gar nicht, wo man anfangen und wo man aufhören soll – die Mängelliste ist lang. Sie begann beim Einschiessen und fand ihre Fortsetzung gleich zu Beginn des Spiels. Den zwei Toren Rückstand, die man in den ersten Minuten einfing, liefen die Emmerinnen bis zum Pausentee nach. Insgesamt konnte man aber doch von einer ausgeglichenen ersten Halbzeit sprechen, in der beide Teams ihre Siegchancen wahren konnten. Die Sirene ertönte beim Stand von 10:8 für die Gastgeberinnen.
Was dann von Emmer Seite folgte, war einfach nur schlecht. Die gewöhnlich vorübergehende „Phase Fragezeichen“ entwickelte sich bald zum Versagen im Kollektiv. Es war nicht so, dass man in der Defensive immer auf den gleichen Spielzug reinfiel, nein, man verlor die Stabilität in der Mitte, den Halbpositionen, auf den Flügeln und dem Torhüterposten – also überall. Die Stanserinnen wussten dies auszunutzen und glänzten insbesondere mit schönen Weitschüssen (die kaum je von einem Emmer Block gestört wurden). Im Angriff stand das Effzwei der Stanser Abwehr völlig ratlos gegenüber, als Folge davon erreichte auch die Quote der technischen Fehler ein bedenkliches Niveau. Schlussstand: 22:14.
Auch wenn der Schiedsrichter bestimmt nicht seinen besten Tag hatte: Diese Niederlage war hochverdient, frustrierend und enttäuschend. Keine der Emmerinnen erreichte ihr normales Leistungsniveau und im Kollektiv passte genauso wenig. Nun ist es an der Zeit, zu beweisen, dass der wunderbare „Schönwetter-Teamgeist“ auch dem Gewitter standhält – man darf zuversichtlich sein.
Denn noch ist nichts verloren. Die Stanserinnen liegen nun zwar mit einem Punkt vorne, noch sind aber je zwei Spiele zu absolvieren, bevor das Frauenzwei den gleichen Gegner zur Revanche herausfordert. Und Lotto wird jetzt gewaschen.
Das Frauenzwei dankt übrigens den mitgereisten Mitleidenden für ihre Unterstützung und Geduld – und entschuldigt sich für das Gebotene.
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